Browse By

Wie Hormon-Yoga in den Wechseljahren hilft

Über die Wechseljahre wird nicht gerne gesprochen, nicht einmal unter Frauen – und wenn es dann soweit ist und Beschwerden auftreten, dann ist man oft ratlos und sucht Hilfe. Dabei wäre es weitaus besser, sich schon viel früher mit dem Thema zu befassen. Auf diese Weise kann man seinen Körper schon auf die Wechseljahre vorbereiten, bevor Sie überhaupt beginnen. Wie Hormonyoga das Kunststück schafft, die Menopause so problembefreit wie möglich zu machen, erfahren Sie hier.

Hormonyoga hebt den Hormonspiegel auf natürliche Weise

Wenn auch Sie auf eine Hormonersatztherapie verzichten möchten, um Beschwerden entgegenzuwirken, dann ist Yoga vielleicht auch für Sie der bessere Weg zu mehr Vitalität. Entwickelt wurde das sogenannte Hormonyoga von der Therapeutin Dinah Rodrigues, einer 80jährigen Brasilianerin voller Lebensfreude und Energie.

Hormonyoga in den Wechseljahren

Hormon Yoga ist zwar für alle Frauen in jedem Alter geeignet, hilft aber vor allem Frauen in der Menopause.

Sie hat ein ganzheitliches Yoga-Programm entwickelt, welches mit verschiedenen Elementen aus unterschiedlichen Yoga-Richtungen arbeitet. Dabei wird ganz gezielt auf die Eierstöcke, Schilddrüse, Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und auf die Nebennieren eingegangen. Denn genau von diesen Stellen gehen die typischen Beschwerden der Wechseljahre aus: Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Schlafstörungen und auch Scheidentrockenheit.

Ziel ist es, den sinkenden körpereigenen Hormonspiegel wieder zu heben – und zwar durch die Reaktivierung der Hormonbildung. Spürbar ist diese Veränderung in einem großen Plus and Vitalität! Man fühlt sich jünger, fitter und ausgeglichener. All das verspricht Hormonyoga.

Hormonyoga: was steckt dahinter?

Ein wichtiger Bestandteil dieses Programmes ist die sogenannte Bhastrika – eine sehr schnelle und geräuschvolle Blasebalg-Atmung. Der Bauchnabel bewegt sich dabei während des Einatmens nach außen. Atmet man wieder aus, wird die Luft kräftig durch die Nase ausgestoßen, indem man den Nabel nach innen zieht. Es wird empfohlen, diese Übung erstmals im Sitzen auszuprobieren.

Das Bereichernde an dieser Atmung: sie wirkt wie eine Massage auf die inneren Organe – so wird die eigene Energie wieder aktiv angekurbelt. Laut Rodrigues werden die Yoga-Übungen durch diese Atemtechnik noch effektiver. Die Erfolge der Übungen werden sogar durch eine Studie belegt: nach vier Monaten steift der Östrogenspiegel der Frauen um durchschnittlich 254 Prozent! Die typischen Probleme dieser Lebenszeit können spürbar verringert werden oder sogar ganz verschwinden.

Je öfter die Übungen ausgeführt werden, desto besser sind natürlich die Hormonwerte. Das Wichtigste ist also eine regelmäßige Durchführung des Hormonyoga. Denn hört man auf zu üben, sinkt der Hormonspiegel natürlicherweise wieder und die Beschwerden kommen zurück. Hierbei handelt es sich demnach nicht um ein Allheilmittel, sondern um eine Methode, die mit viel Ausdauer und Konsequenz eine deutliche Besserung bewirken kann. Dafür muss man einfach am Ball bleiben.

3 Hormonyoga-Übungen zum Nachmachen

Möchten Sie sich gerne einmal selbst an diesem speziellen Yoga versuchen, dann probieren Sie doch diese drei einfachen Anfänger-Übungen zu Hause aus. Dafür brauchen Sie eigentlich nicht viel mehr als angenehme, lockere Kleidung und eine komfortable Unterlage, idealerweise eine Yogamatte. Bei Lotuscrafts beispielsweise, finden Sie Ihr Zubehör für achtsames Yoga. Sind Sie bereit, geht es los:

Übung 1: Dehnung der Beine

Zunächst legen Sie sich auf den Rücken. Winkeln Sie Ihre Beine so an, dass Sie Ihre großen Zehen mit den Händen packen können. Drehen Sie Ihren Körper nach rechts und halten Sie die Zehen dabei gut fest. Das rechte Bein wird am Boden ausgestreckt. Halten Sie diese Position idealerweise für 3 Sekunden. Sie können auch gerne mit nur einer Sekunde beginnen und sich später steigern. Jetzt winkeln Sie das Bein wieder an und drehen sich nach links. Ihr linkes Bein wird ausgestreckt. Diese Übung können Sie 3 Mal auf jeder Seite wiederholen.

Benefit: Ihre hintere Beinmuskulatur wird gelockert.

Übung 2: Kopf-Knie-Sitz

Diese Übung wird auch „Janushirshasana“ genannt, was einfach Kopf-Knie-Stellung bedeutet. Hierbei setzen Sie sich zunächst einmal mit geradem Rücken hin. Ihr linkes Bein strecken Sie aus und das rechte winkeln Sie so an, dass die Ferse nahe am Damm liegt. Dann heben Sie die Arme und drehen sich leicht nach links – lassen Sie sich nach vorn sinken. Versuchen Sie jetzt, mit beiden Händen an Ihren linken großen Zeh zu gelangen. Gelingt das nicht, dann legen Sie die Hände auf den Unterschenkel.

Yoga Atmung

Beim Yoga ist vor allem die richtige Atmung wichtig.

Jetzt wird die Bhastrika-Atmung durchgeführt, und zwar 7 Mal. Hier kommt es darauf an, die Energie zirkulieren zu lassen: atmen Sie ein, halten Sie den Atem an, legen Sie die Zunge an den Gaumen und spannen Sie den Beckenboden an – zählen Sie bis drei und konzentrieren Sie Ihre Gedanken auf den Unterleib. Am Ende atmen Sie langsam aus und lösen Ihre Haltung. Sie können nun die Seite wechseln und die Übung dreimal auf jeder Seite machen.

Benefits: unter anderem wird das Verdauungsfeuer angeregt – die Übung hilft aber nicht nur Ihrer Verdauung, sondern auch Leber und Nieren. Hier geht es auch um die Heilung von Harnwegserkrankungen und Darmkoliken. Wirken Sie Müdigkeit entgegen und spüren Sie neue Energie! Ihre Beine werden gestärkt, während sich das Gehirn entspannen kann.

Auch bei leichten Depressionen empfiehlt sich diese Yoga-Übung. Zudem werden die Wirbelsäule, Schultern, Leisten und die hintere Oberschenkelmuskulatur gedehnt. Damit können Sie ganz klar die Symptome der Menopause erleichtern. Angst, Erschöpfung, Kopfschmerzen, sowie Menstruationsbeschwerden werden gelindert. Auch Ihre Eierstöcke werden aktiviert.

Übung 3: Muslimische Gebetshaltung

Bei dieser Übung fangen Sie damit an, sich auf die Fersen zu setzen. Dann beugen Sie sich so weit nach vorne, dass Ihre ausgestreckten Arme, sowie die Stirn auf dem Boden liegen. Strecken Sie jetzt Ihr linkes Bein gerade nach hinten aus. Ihr rechtes Knie bleibt dabei in der Mitte der Brust. Dann kommt wieder 7 Mal die Bhastrika-Atmung zum Einsatz. Lassen Sie die Energie in sich zirkulieren. Wechseln Sie anschließend die Seite und wiederholen Sie auf jeder Seite wieder 3 Mal.

Benefits: diese Übung ist gut für Ihren gesamten Unterleib.

Für wen ist Hormonyoga geeignet?

Prinzipiell können Sie Hormonyoga in jedem Alter anwenden. Es hilft einfach dabei, einen gestörten oder gestressten Hormonspiegel wieder zu regulieren. Gerade Symptome der Wechseljahre können auf diese Weise gelindert werden, oder sogar völlig verschwinden. Doch auch junge Frauen mit Menstruationsbeschwerden können so Ausgeglichenheit und Beschwerdefreiheit finden. Es wird sogar immer wieder von einer besseren Schlafqualität, einer gesteigerten Libido, sowie einer generellen Steigerung des Energielevels berichtet. Auch das Wiedereinsetzen der Periode, sowie eine erhöhte Fruchtbarkeit werden von begeisterten Hormonyoga-Anwenderinnen gelobt.

Achtung: leiden Sie an Brustkrebs, dann sollten Sie kein Hormon-Yoga machen, besonders bei hormonabhängigen Tumoren. Ebenso verhält es sich mit Myomen und Endometriose – bei solchen Geschwüren beziehungsweise Schleimhautwucherungen in der Gebärmutter sollte in jedem Fall vorher ein Arzt konsultiert werden.

 Fazit

Eines steht fest: sinkt der Stresslevel, wird auch der Hormonhaushalt positiv beeinflusst. Hormonyoga kann Ihnen genau dabei helfen. Lassen Sie hormonbedingte Beschwerden hinter sich und finden Sie mehr Balance, Energie und generelle Fitness. Machen Sie sich die Zeit in Ihren Wechseljahren einfach so angenehm wie möglich – einfach ausprobieren und staunen!